Donnerstag, 15. November 2018

72. Tag - Las Vegas / Nevada

Der Yosemite NP ist ein wunderschönes Tal, das von einem Gletscher, vor langer Zeit, künstlerisch gestaltet wurde. Ich war an einem Wochenende, mit schönen Wetter dort. Das Tal ist an diesen Tagen durch die Besucher an die Grenze des belastbaren gestoßen. Staus und übervolle Parkplätze waren das Ergebnis. Ich möchte nicht wissen, wie es hier im Sommer aussieht.


leider war es an dem Tag sehr diesig

der "half dome"

ein Wasserfall darf natürlich auch nicht fehlen

der Kapitän. Die Klippe ist 1000 Meter hoch. Kletterzeit: 3-4 Tage

Der Toiga Pass, über die Sierra Nevada, war tatsächlich noch geöffnet. Ein Ranger sagte mir, dass es sehr ungewöhnlich sei, dass der Pass zu dieser Jahreszeit noch geöffnet ist.

das sind 3031 Meter

da oben war es ziemlich kalt


bekannt ist der Pass für seine spektakuläre Abfahrt

Auf meinem Weg lag noch eine Geisterstadt, die ich besucht habe. Bodie war eine Goldgräberstadt und hatte seine Blütezeit um 1890. Als 30 Jahre später der Goldpreis fiel und das Schürfen sich nicht mehr lohnte, war das  Schicksal der Stadt besiegelt. Dort lebten einst 10.000 Menschen.



alles stehen und liegen gelassen

Nach dem Tioga Pass habe ich in einem kleinem Ort auf ca. 2100 Höhenmeter übernachtet. Mein Thermometer speicherte in der Nacht einen Tiefstwert von minus 11 Grad. Die Heizung hat es so gerade geschafft, eine akzeptable Temperatur herzustellen. Das sollte sich aber in der nächsten Nacht ändern. Ich habe im Death Valley (Tal des Todes) übernachtet. Dort war die Tiefstemparatur nachts ebenfalls 11 Grad, nur plus.

nachts minus 11 Grad. Sehr schöner Platz am Mono Lake

am nächsten Tag, nachts plus 11 Grad. Mitten in der Wüste

Da im Tal des Todes angenehme Temperaturen herrschten, konnte ich mir sehr viel ansehen. Im Sommer herrschen hier Temperaturen von bis zu 50 Grad und ein Erkunden ist dann fast unmöglich. Es handelt sich um eine Wüste mit eigener Geologie. Das Farbenspiel der Felsen ist einmalig. Insgesamt habe ich fast drei Tage in diesem Tal verbracht.

das Tal des Todes von oben




ein bisschen offroad musste auch sein





Ich bin gerade in der Metropole Las Vegas angekommen. Was für ein krasser Unterschied zur Einsamkeit und purer Natur des Death Valleys. In Las Vegas plane ich meine weitere Reise. Fahre ich in den Norden um einige Nationalparks zu besuchen, wo mich eventuell Schnee und Kälte erwarten oder in Richtung Süden in die Wärme?

Samstag, 10. November 2018

67. Tag - San Fancisco / Kalifornien

Wenn man an San Francisco denkt, denkt man wahrscheinlich an die Golden Gate Brücke, Alcatraz, Fishermans Wharf und Cable Car fahren. Ich habe diese Touristenattraktionen ausgiebig genossen.



die wohl berühmteste Ausbruchszelle

weil ich sehr spät war, hatte ich Alcatraz fast für mich allein

die Seehunde der Fishermans Wharf

Fishermans Wharf war auch sehr wenig los

der schaut zwar grimmig, war aber sehr gut drauf


San Francisco hat noch sehr viel mehr zu bieten. Wenn man so unterwegs ist, glaubt man kaum, dass man in einer Großstadt ist. Die Stadt hat ein besonderes Flair mit vielen Parks und den Strand gleich um die Ecke.

der Stadtstrand

Blick von den Twin Peaks

die Straßen von San Francisco


die angeblich steilste Straße der Welt

die beiden haben nicht nur Schuhe geputzt, sondern eine Show daraus gemacht

ja, ist den schon Weihnachten

Drei Tage habe ich in San Francisco verbracht und fahre jetzt wieder in das Landesinnere. Es wird in den Yosimite Nationalpark gehen. Dort gibt es eine schöne Passstrasse. Laut meinen Informationen soll diese noch offen sein, was sich aber täglich ändern kann. Wird diese Straße einmal geschlossen, bleibt sie bis zum Frühjahr gesperrt.

Dienstag, 6. November 2018

63. Tag - San Francisco / Kalifornien

Auf meinem Weg nach San Francisco, habe ich in Port Orford übernachtet. Port Orford ist der Zielpunkt des Trans-America-Trails. 2012 habe ich nach fünf Wochen mit meinem Motorrad den Trail hier beendet. An den Ort habe ich noch gute Erinnerungen, die Gefühle damals waren unbeschreiblich. Hier ist die ganze Geschichte nachzulesen.

an diesem Strand endete damals mein Trans-America-Trail

Ich habe mich länger als geplant in den Redwood Wäldern aufgehalten. Die Baumriesen haben mich einfach fasziniert. Sie sind 100 Meter hoch und 1000 Jahre alt. Es stehen nicht nur ein paar von den Riesen herum, sondern hunderte, dicht nebeneinander aufgereiht und das auf einer sehr großen Fläche. Immer wieder habe ich angehalten um Wanderungen in die  Wälder zu unternehmen.

Baumriese an Baumriese



so ging es 50 Km lang


passte leider nicht


Ich habe einen neue Art des Übernachtens ausfindig gemacht. Die Spielkasinos bieten einen kostenfreien Parkplatz für die Nacht an. Sie sind nicht nur kostenfrei und bewacht, sondern man bekommt meistens nach der Registrierung einen Gutschein über 10 USD. Leider ist es „nur“ ein Gutschein zum Spielen.

Ansonsten bin ich die US101 weiter Richtung San Francisco gefahren. Es ergaben sich immer wieder tolle Ausblicke auf die Küste des Pazifiks.







Tagelang machte ich mir Gedanken, wo ich in San Francisco einen Stellplatz bekomme, da es sich um eine nicht gerade camperfreundliche Stadt handelt. Wie der Zufall es will, traf ich kurz vor San Francisco ein deutsches Camper- Paar, mit einem deutschen Wohnmobil. Sie haben mir einen tollen Stellplatz mitten in San Francisco verraten. Dieser Platz ist wirklich fantastisch. Es ist ein kostenfreier (von abends 18:00 bis morgens um 08:00 Uhr) Parkplatz, vor einem biologischem Institut, mitten in der Stadt. Dieser Parkplatz hat auch noch ein prima WLAN. Jetzt steht einer Besichtigung San Franciscos nichts mehr im Wege.